Alle Falten in meinem Gesicht,

erzählen dir, wer ich bin.

So viele Geschichten, wo ich war,

und wie ich hier her gekommen bin.

Aber diese Geschichten bedeuten Nichts,

wenn ich sie Niemandem erzählen kann.

...

Ich bin in ferne Länder gereist,

durch weite Wüsten gefahren,

in die Tiefen meiner Seele abgestiegen

Ich habe viele Grenzen überquert und viele Regeln gebrochen

Die Runzeln zeigen dir den Platz, wo einst das Lächeln gestanden hat

Die Spuren der guten und der schlechten Zeiten

Alle meine Freunde meinen ich sei gesegnet.

Sie wissen nicht um die Unordnung in meinem Kopf

Nein, sie wissen nicht wer ich wirklich bin

Sie wissen nichts.

Ich habe nie an etwas geglaubt, die Hoffnung aber nie aufgegeben

....

Alle Falten in meinem Gesicht,

erzählen dir, wer ich bin.

So viele Geschichten, wo ich war,

und wie ich hier her gekommen bin.

Aber diese Geschichten bedeuten Nichts,

wenn ich sie Niemandem erzählen kann.

Das geschenkte Leben

Stand 27.02.2011

 

Da der böse Herzinfarkt, der mich am 27. Februar 2011 nieder strecke, eine folgenschwere Eigendynamik entwickelt, mein Leben und meine Person nachhaltig verändert, werde ich die Ereignisse nieder schreiben.

Am besagten 27. Februar 2011 klappte ich morgens um 6:00 auf dem Weg zur Toilette zusammen. Durch unseren Steinboden in der ganzen Wohnung hatte das eine Platzwunde am Hinterkopf zur Folge. Ich bekam darauf hin starke Schmerzen am Brustbein und Petra rief den Rettungsdienst. Eine gute halbe Stunde später lag ich auf dem Operationstisch in der kardiologischen 24 Stunden Intensivstation des Leopoldina Krankenhauses in Schweinfurt. Man setzte mir sofort einen minimalinversiven Herzkatheter und pflanzte mir einen Stent in die wieder geöffnete Herzkranzarterie. Das passiert mit örtlicher Betäubung. Ich erlebte den Eingriff also bei vollem Bewusstsein mit Blick auf den Monitor des EKG, dass online mein Herz überwachte. Während die Kathederspezialisten ihre Arbeit verrichteten, verwandelten sich die zwei schönen Zickzacklinien auf dem EKG-Monitor in zwei gerade Striche. Das EKG fing laut an zu piepsen und zwei Warnlampen blinkten aufdringlich. Während langsam in mein Bewusstsein sickerte, dass diese Aktion mein Herz betrifft, wurde mir schwarz vor den Augen und ich driftete ab ins Nirwana.

Ich bin also den Herztod gestorben.

Ich erwachte wieder mit einem Reaktivierungsgerät auf der Brust. Tage später erzählte mir einer der Chirurgen beim Ultraschall, dass mein Herz fünf Minuten außer Funktion war und dass die Chirurgen erst den Stent fertig setzten, bevor sie mein Herz reaktivierten. Riskant, meine Herren. Das Gehirn fünf Minuten ohne Versorgung ist grenzwertig.

Bisher konnte ich keinen Schaden am Verstand feststellen, aber wer weiß. ;-)

Das Bild des EKG-Monitors hat sich jedenfalls in mein Gedächtnis eingebrannt. Das Bild werde ich nicht mehr vergessen.

 

Allah's Wege sind unergründlich. Inshallah

 

Nach oben